Parkinson

Östrogentherapie reduziert Risiko für Parkinson

Eine aktuelle Studie unterstützt die These, dass eine postmenopausale Östrogentherapie Parkinson vorbeugen kann. Damit bekommt die Debatte um die neuroprotektive Wirkung der Hormone neuen Zündstoff:

Welche Rolle die Östrogentherapie bei Parkinson spielt ist umstritten. Auf der einen Seite wird eine postmenopausale Einnahme der Hormone mit der Verbesserung der kognitiven Leistung und der Motorik in Verbindung gebracht. Andererseits gibt es Studien, die darauf hinzuweisen scheinen, dass Östrogene die Schwere der Krankheit negativ beeinflussen und einen früheren Ausbruch begünstigen könnten.

Eine neue Studie der University of Virginia Health System in den USA scheint nun die These zu unterstützen, dass eine Östrogentherapie das Risiko für Parkinson positiv beeinflussen kann. Für die Studie wurden 68 Parkinsonpatientinnen und 72 gesunde Frauen befragt, deren letzte Menstruation mindestens ein Jahr zurücklag. Erhoben wurden Daten bezüglich Alter bei Menarche und Menopause, Zahl der Schwangerschaften, Einnahme von oralen Kontrazeptiva, Alter bei Beginn einer eventuellen Östrogentherapie und deren Dauer. Bei den erkrankten Frauen wurden diejenigen aus der Studie ausgeschlossen, die erst nach dem Auftreten der ersten Parkinson-Symptome mit einer Hormontherapie begonnen hatten.

Es zeigte sich, dass von all den erfragten Parametern nur eine postmenopausale Östrogentherapie Einfluss auf das Risiko einer Parkinsonerkrankung hatte: Bei Frauen ohne postmenopausale Östrogentherapie lag das Risiko zweieinhalb Mal höher als bei Frauen, die Hormone eingenommen hatten (95% Konfidenzintervall oder ganz weg lassen Vertrauensintervall), P<0,003)

Arch Neurol /Vol 61 June 2004

BSMO , 25.08.200

Zum Thema Parkonson siehe Noosomatik Band V, 6.3.3.4 und
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