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Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Bernstein Centers for Computational Neuroscience, Katrin Weigmann, 13.04.2008 19:00
Unbewusste Entscheidungen im Gehirn Ein Team von Wissenschaftlern entschlüsselt den neuronalen Prozess der Entscheidungsfindung. Und stößt dabei auf die Aktivitäten im Frontalhirn - vor der offenbaren Entscheidung! Originalveröffentlichung: Chun Siong Soon, Marcel Brass, Hans-Jochen Heinze & John-Dylan Haynes (2008): Unconscious determinants of free decisions in the human brain. Nature Neuroscience, 13. April 2008
Entscheidungen werden im Vorderhirn gefällt Forscherinnen und Forscher des Bernstein Zentrums Berlin, der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Freien Universität Berlin weisen erstmals eindeutig nach, dass das Vorderhirn ursächlich an den Entscheidungsprozessen des Menschen beteiligt ist. Originalveröffentlichung: Philiastides et al., Causal Role of Dorsolateral Prefrontal Cortex in Human Perceptual Decision Making, Current Biology (2011), doi:10.1016/j.cub.2011.04.034 <http://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822%2811%2900476-3>
Siehe Siebel: An other sight on cerebral activities HIER in Englisch
oder HIER
Freier Wille? Es gibt mittlerweile in den wissenschaftlich orientierten (akademischen) Psychologieforschungen sehr häufig die Meinung, dass es den freien Willen nicht gebe (bekannt sind Roth, Wuketis, Markowitsch, Mack usw. usw.).
Im pathischen System beschreibt Siebel bereits 1980 (“Umgang”, 1. Aufl.) den Unterschied zwischen möchten und wollen: Was wir möchten tun wir nicht immer; was wir jedoch tun, ist dann das Gewollte. Siehe Siebel “Umgang”, 5.Aufl., S.57ff, bei Libreka S.65ff:
http://www.libreka.de/9783893791347/FC#X2ludGVybmFsX0ZsYXNoRmlkZWxpdHk/eG1s aWQ9OTc4Mzg5Mzc5MTM0NyUyRjY1JmltYWdlcGFnZT02NQ==
Siehe auch diesen Text
Dazu sagt z. B. der Direktor des MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, Wolfgang Prinz: “Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun.” (in: “Der Mensch ist nicht frei. Interview, geführt von Sabine Schmidt und Julia Wolf, in: Das Magazin 14/2003, Heft 2 (18-20), 19; und an anderen Stellen. Seine Literaturliste HIER.
Vertrautheitsgefühl beeinflusst unsere Entscheidungen
„Es gibt ... Situationen, in denen die Rekognitionsheuristik [diese besagt, dass man sich bei der Beurteilung von mehreren Objekten für jenes entscheidet, das man wiedererkennt] zu nachteiligen Entscheidungen führen kann”, gibt Timm Rosburg zu Bedenken.
„Wenn wir wissen, dass wir uns von vertrauten Dingen leiten lassen, sollten wir uns das in schwierigen Situationen bewusst machen und eine kritische Distanz dazu einnehmen“, meint Axel Mecklinger. (idw 23.8.2011). Publiziert im Journal “Psychological Science”, siehe: http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/when-the-brain-decides.html
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